Osteosynthese

Nach einer Olekranon Fraktur vor einem Jahr bekam ich am Ellbogen eine Drahtschlinge (Drahtcerclage) nach dem Osteosynthese Verfahren für die Reposition und Fixierung der getrennten Teilen der Ulna im Bereich der Epiphyse.

OP1

Im Gegensatz zu den vielen Patienten, die mit Kinesiotherapeuten unter vielen Schmerzen es schwer haben, hatte ich nach der ersten Operation gleich die Mobilität am Gelenk wieder gefunden. Im Grunde machte ich selbst allein ohne Schmerzen die Krankengymnastik. An dieser Stelle möchte ich erwähnen, wie es nicht irgendwie geht, ohne Kenntnis der Anatomie und der Medizin, womit ich mich schon seit geraumer Zeit beschäftigte.

Im früheren Beitrag hatte ich diesbezüglich ausführlich berichtet.

Erst dieses Jahr bin ich am 15. Januar im Krankenhaus unter voller Narkose erneut operiert worden, um lediglich das Metall entfernen zu lassen. Die Operation dauerte nur eine Viertelstunde.  Wie bei der ersten Operation merkte ich gar nicht, wie ich einschlief. Danach wachte ich aber diesmal leichter mit vollem Bewußtsein auf, vor allem nach einem sehr schönen Traum, der folglich unterbrochen worden ist und den ich merkwürdigerweise sofort vergaß, so daß ich mich gar nicht mehr daran erinnern kann, was ich eigentlich träumte. Dies hatte mich am Rand verärgert aber immerhin war ich dann froh, daß es zumindest mit der Operation endgültig vorbei war.

Das oben gezeigte Röntgenbild wurde noch ein Tag vor der Operation gemacht, weil ich bis dahin noch zufällig zwei Wochen lang unter Schmerzen litt, sicherlich wegen der Drahtschlinge bei der Bewegung. Ich vermute, daß die seitliche Sehne, die zuvor gelegentlich sprang, dann irgendwie während der Flexion und Rotation eingeklemmt wurde.

Das folgende Bild zeigt nun das Ergebnis nach der Operation am nächsten Tag vor meiner Entlassung. Am Tag danach konnte ich zur Arbeit gehen.

OP2 (FILEminimizer)

Der Stationarzt schrieb bei meiner Entlassung: „Komplette Metallentfernung am 15.1.13 => komplikationslos„.

Gleich fühle ich mich, als wäre es nie mit dem Unfall am Spielplatz geschehen. Man sieht im Bild nichts, keinen Riß und somit keine Pseudoarthrose, außer noch den freien Hohlraum nach Entfernung der Drahtschlinge, der aber von sich allein wieder ausgefüllt wird. Wichtig dabei ist natürlich, daß ich meinen Arm mit dem Ellbogen einwandfrei 100 % bewegen kann.

Im Grunde habe ich aus meiner Auffassung drei Ziele gut erreicht, denn diese Operation, auch wenn sie heutzutage routiniert durchgeführt wird, nicht ganz ohne Risiken gewesen ist.

a) ich wachte wieder auf, so daß ich noch am Leben bin 🙂

b) es gab keine Nervenschädigung, so daß ich gerade am Computer auf der Tastatur tippen kann 🙂

c) das Metall ist „restlos“ entfernt. Sonst bohrt man nicht weiter, sollte ein Stück nach einem Bruch darin stecken bleiben. 🙂

Vor der Operation machte ich mir eben viele Gedanken darüber, ob ich nicht bereuen würde, nicht diese Drahtschlinge trotzdem behalten zu haben, angesichts dessen daß die Mobilität ohne Nervenschädigung seit der ersten Operation wenigstens da war, falls es dann bei der Metall-Entfernung schief gewesen wäre.

Ja, wie es bei mir „typisch“ ist, auch wenn ich sehr empfindlich bin, um z.B. mit dem Finger den geringsten  Strom an irgendeiner elektrischen Leitung oder Schaltung zu spüren, verzichtete ich trotzdem auf Analgatika, aber diesmal war es schmerzlos gewesen. Darüber hinaus habe ich keine Infektion zu befürchten, denn die Wunde bei mir heilt relativ schnell.

An dieser Stelle kann ich also schreiben, wie ich wieder noch einmal Glück gehabt habe. Im Alltag gibt es leider so viele Probleme, die noch lange ungelöst bleiben. Insgeheim bleibt es zu hoffen, daß das Glück bei mir bleibt, um im Beruf und in meiner Freizeit glücklich in Friede und in Ruhe weiter leben zu dürfen.

Diese Nachricht lasse ich erstmals so, bevor ich demnächst dazu komme, zusammenfassend eine Analyse zu schreiben, in Anlehnung an Berichten von anderen Patienten, die mir bekannt sind, leider mit weniger Glück je nach Umständen und medizinischen Verfahren. Ich besorge mir außerdem noch das Bild im Krankenhaus, das mir gleich nach meinem Unfall gemacht worden war, um diesen Bericht zu ergänzen.

Über Martial

Ich befaße mich mit Pädologie, d.h. übergreifend mit Psychologie, Pädagogik und Pädiatrie bzw. Medizin, und darüber hinaus mit Kindern, die ich betreue, aber u. a. auch mit Elektronik. Ich bin arbeitsuchend.
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