Psychologie

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Ich befasse mich Psychologie im Grunde seit 2004.

Ich stieg erstmals mit Kinderpsychologie ein, anhand sehr guter niederländischen Lernmaterialien von Studieplan aus Leiderdorp (NL). Zeitgleich gehörte Kinderpsychologie auch zu meiner Weiterbildung zum Kindererzieher (ohne staatliche Anerkennung in Deutschland) in einem spanischen Institut – Centro de Estudios – von San Sebastian (E).

Ich studierte Psychologie anschließend an der Fernuniversität von Paris VIII zwei Jahre lang, mit dem Schwerpunkt „klinische Psychopathologie“. Unter Umständen entschied ich aber aus sehr vielen Gründen, mich abzumelden, um nur noch allein im Selbststudium nachzuforschen, nah und fern im Zusammenhang mit Kinderpsychotherapie.

Anmerkung: Im Leben sind es leider zwei Wege ersichtlich, um ein Diplom zu bekommen, ganz im Vergleich zu den Socken, die man am Fuß trägt, um bequem in unserer Gesellschaft zu laufen.

Socken sind nämlich entweder mit viel Mühe nach langer Zeit selbst zu stricken oder nur in kürzer Zeit ohne Mühe in einem Geschäft fertig zu kaufen Für Letzteres gibt es allerdings viele Sichtweisen. Unabhängig davon liegt jedoch das Problem daran, daß Socken nicht jeden Tag getragen werden können, nicht nur weil sie gewaschen sondern auch irgendwann ausgetauscht werden müssen.

Angesichts dessen daß Psychologie keine feste Wissenschaft darstellt, sofern das Gehirn wie das Weltall noch lange unerforscht bleibt, kann ich schließlich meine Socken noch langsam aber sicher höher über die Knien stricken, so daß ich damit als freier Kletterer den Wipfel eines Baums gut erreichen kann 😉

Persönlich halte ich aber nichts von einer staatlichen Anerkennung, zwar je nach Beruf aber lächerlich wäre es schon, wenn z. B. die Putzfrau staatlich anerkannt werden soll, um keinen Menschen mit dem Besen um die Ecke zu verletzen. Nach dieser Analogie trifft dies für die Ausbildung von Pädagogen bzw. Schullehrern und Kindererzieherinnen zu. Darüber hinaus aus aktuellem Anlaß und angesichts vieler Wirbel in den Medien und unpassender Reaktionen in Politik sowie in der Bevölkerung schütz ja keine staatliche Anerkennung vor Mißbrauchsfällen, geschweige die einigen Absurditäten, die ich schon lange seitens der Stadtverwaltung miterlebe.

In der Universität beschäftigte ich mich mit folgenden Fächern, in denen ich bislang wertvolle Notizen mit je mehr als 50 Seiten zusammengestellt habe.

* Geschichte der Psychologie: ergänzend nach:

– Serge Nicolas: « Histoire de la psychologie »

– Tonja Kivits: „ Geschiedenis van de Psychologie

– Beltz Vlg.: „ Illustrierte Geschichte der Psychologie

* Entwicklungspsychologie, (insbesondere nach Jean Piaget, Henri Wallon und Ljew Wygotski u.a.m.) ist die Kinderpsychologie, deren Gegenstand die Beschreibung und Erklärung sowie die Vorhersage und Beeinflussung menschlichen Erlebens und Verhaltens unter dem Aspekt der Veränderung über die gesamte Lebensspanne ist. Heute ist sie stark von der modernen Säuglings- und Kleinkindforschung geprägt.

* Differentielle Psychologie: ist die Psychologie der Persönlichkeit.

* Kognitionspsychologie: beschäftigt sich mit all jenen psychischen Vorgängen, die Erkennen und Wissen umfaßt, d. h. mit Wahrnehmung, Verarbeitung, Gedächtnis und Abruf.

* Neuropsychologie: beschäftigt sich mit der Variation physiologischer Prozesse im zentralen Nervensystem und deren Auswirkungen auf psychische Prozesse.

– Roger Gill: « Neuropsychologie» 5ème Edition Elsevier-Masson 2010

* Klinische Psychologie: (insbesondere nach Carl Ramson Rogers, Abraham Masslow, Eric Berne u.a.m.) untersucht wissenschaftlich die psychologischen, biologischen, sozialen, entwicklungs- und verhaltensbezogenen sowie kognitiven und emotionalen Grundlagen psychischer Störungen, sowie Auswirkungen dieser Störungen und anderer Erkrankungen auf das Erleben und Verhalten.

* Gesundheitspsychologie: beschäftigt sich thematisch mit der Erhaltung der Gesundheit, mit der Erforschung und Entwicklung gesundheitsfördernder Maßnahmen und der Prävention.

* Theorien und Methoden in Psychologie, (insbesondere nach Jean Piaget, Ljew Wygotski, Juan Pascal-Léone, Robbie Case, Robert Siegler)

* Ergonomische Psychologie: beschäftigt sich mit Grundlagen bezüglich psychischer Arbeitsbelastung.

* Sozialpsychologie: beschäftigt sich mit Prozessen innerhalb und zwischen sozialen Gruppen, sowie die Auswirkungen solcher Prozesse auf das Erleben und Verhalten des Individuums.

Abgesehen von Englisch für Psychologen, Interviews & Umfragen und Statistiken, die ich derzeit nicht benötige, sind die o. g. Disziplinen je nach Priorität nach wie vor Bestandteile meines gegenwärtigen Studiums. Dazu kommen derzeit:

* Biopsychologie: beschäftigt sich mit der experimentellen Erforschung der biologischen Grundlagen des Psychischen.

* Psychotherapie: (insbesondere nach Nossrat Peseschkian) ist ein Verfahren, das ohne Einsatz medikamentöser Mittel auf die Behandlung psychischer und psychosomatischer Krankheiten, Leidenszustände oder Verhaltensstörungen abzielt.

* Psychoanalyse: (insbesondere nach Françoise Dolto, Caroline Eliacheff) ist aus der Tiefenpsychologie ein methodisches oder therapeutisches Verfahren zur Untersuchung der Seele.

* Lernpsychologie: beschäftigt sich mit den psychologischen Vorgängen des Lernens und ähnlichen kognitiven Prozessen.

* Pädagogische Psychologie: ist eine Disziplin der angewandten Psychologie und der Pädagogik. Sie beschäftigt sich entweder mit der psychischen Seite von Erziehung oder mit psychischen Prozessen, die sich innerhalb der pädagogischen Situation abspielen.

* Zeichnungspsychologie: umfaßt die Entwicklung, Interpretation und Ästhetik des kindlichen Zeichens.

* Psycholinguistik: (insbesondere nach Gisela Szagun u. Angela Friederici) ist die Wissenschaft von der menschlichen Sprachfähigkeit, mit darunter der Sprachwissensforschung, der Spracherwerbsforschung und der Sprachprozeßforschung.

Die Spracherwerbsforschung untersucht, wie heranwachsende Kinder sprachliches Wissen erwerben und anwenden. Diesbezüglich habe ich Recherchen intensiviert und dabei Notizen von mehr als 100 Seiten für den deutschen Sprachraum zusammengestellt. Zeitgleich arbeite ich auch für den französischen Sprachraum daran, wobei die englische Sprache, die von den meisten Sprachforschern behandelt wird, jedenfalls mitberücksichtigt wird.

Dazu kommt selbstverständlich die Neurolinguistik, deren Ziel das Studium der Sprachstörungen ist.

Zu den Personen aus den Fachgebieten

Nossrat Peseschkian ist ein iranisch-deutscher Nervenfacharzt, Psychiater und Psychotherapeut. Er ist Begründer der „Positiven Psychotherapie“ und Honorarprofessor des Nationalen Psychoneurologischen Forschungsinstituts Bechterew in Sankt Petersburg. Peseschkian lebt in Wiesbaden.

Empfehlenswert:

> Psychotherapie des Alltagslebens

Françoise Dolto (1908-1988) war eine französische Kinderärztin und Psychoanalytikerin, bekannt für ihr Untersuchungen über Säuglinge und die Kindheit.

Sie war Gründungsmitglied der Société Psychanalytique de Paris und der Société Française de Psychanalyse. Sie arbeitete mit Jacques Lacan zusammen, in der berühmten École Freudienne de Paris, die sie zusammen gründeten. Sie vertrat die Ansicht, daß Kinder bereits mit dem Körper sprechen könnten, bevor sie mündlich sprechen können. Darüber hinaus hat sie maßgebliche Veröffentlichungen zur Frage des unbewußten Körperbildes beigetragen.

Über viele Jahre hinweg wirkte sie in der französischen Presse mit, um alle Fragen der Kinderpsychotherapie und der Erziehung zu beantworten.

Caroline Eliacheff ist eine französische Psychoanalytikerin und Pädopsychiaterin. Sie ist auch Filmdrehbuchautor für Claudius Chabrol (Die Zeremonie, Danke für Schokolade, Blume des Übels).

Doktor der Medizin und in infantiler Psychiatrie diplomiert, ist sie Psychoanalytikerin seit 1974. Sie ist Präsident des Vereins „la Cause des Bébés“ . Sie führt eine wöchentliche Chronik im Rundfunk « France Kultur ». Auf dem politischen Plan hat sie sich durch ihre Stellungnahmen gegen Pacs ausgezeichnet.

Empfehlenswert:

· > A corps et à cris, être psychanalyste avec les tout petits, 1993

· > Vies privées, de l’enfant roi à l’enfant victime, 1996

· > La Famille dans tous ses états, 2004

Eric Berne (1910-1970) war ein US-amerikanischer Arzt und Psychiater. Er entwickelte die Transaktionsanalyse (TA) als psychotherapeutisches Verfahren, das er aus der Psychoanalyse ableitete.

Prof. Dr. Gisela Szagun gilt als renommierteste Spracherwerbsforscherin Deutschlands. Sie war Professorin an der Universität Oldenburg und lehrte dort Entwicklungs- und Kognitionspsychologie und insbesondere mit ihren Arbeiten zum Spracherwerb bei tauben Kindern mit Cochlea-Implantat beschäftigt. Sie ist heute im Ruhestand in England.

Empfehlenswert:

> Sprachentwicklung beim Kind

Prof. Dr. Angela Friederici ist eine deutsche Neuropsychologin, die sich gegenwärtig mit der Neurokognition der Sprache und demzufolge mit dem Spracherwerb befaßt. Sie ist derzeit Honorarprofessorin an den Universitäten in Berlin, mit der Funktion der Geschäftsführerin des Max-Planck-Instituts für Kognitions- und Neurowissenschaften in Leipzig.

Anne Fernald ist Professor in Entwicklungspsychologie für Kinder an der Standford Universitä, insbesondere im Gebiet des Sprachverständnisses mit Studien – Lexiken und Grammatiken – der zweieigen Sprachen der Kinder für Englisch und Spanisch.

Annette Karmiloff-Smith ist Forscherin in der Kognition an der Londoner Universität Birkbeck, insbesondere im Gebiet der Mentalstörung mit Bezug auf die Sprachlateralität im Gehirn.

Oliver Sacks ist ein britischer Neurologe und Schriftsteller zahlreicher Fachbücher.

Empfehlenswert:

> Der Mann, der seine Frau mit einem Hut verwechselte (1985)

> Die Insel der Farbenblinden (The Island of the Colour-blind) (1997)

Dr. Michael Winterhoff ist ein deutscher Kinder- und Jugendpsychiater und Psychotherapeut, der als Verfasser vieler Bücher erkennt, wie Kinder heutzutage fälschlicherweise als Erwachsene behandelt werden und dabei in Kindergärten entgegen neurologischen Grundsätzen erzogen werden, letztlich mit dem psychischen Grad eines Fünfjährigen am Tag der Einschulung.

Prof. Dr. Ralph Dawirs ist deutscher Neurobiologe, Hirnforscher und Forschungsleiter in der Kinder- und Jugendabteilung für psychische Gesundheit am Universitätsklinikum Erlangen, der nach seiner Meinung diesen Satz vertritt, wobei eher das heutige Schulsystem manche angeblich ADS-Kinder krank machen, generell im Interesse der Pharmaindustrie:

„Ob Vater, Mutter oder Großeltern sich kümmern, ist egal. Aber ein Kind braucht eine verbindliche Begleitung, gerade in den ersten Jahren. Wir brauchen keine Verstaatlichung der Kindheit. Eltern können das viel besser als Institutionen wie Kinderkrippen.“ (Dawirs, 2010)

Fachbücher

Wörterbuch Psychologie“ von Werner D. Fröhlich im Deutschen und „Dictionnaire de psychologie“ von Roland Doron und Françoise Parot im Französischen sind zum vernünftigen Preis die besten Lexiken meiner Wahl.

In deutscher Sprache sind Fachbücher vom Springer Verlag zwar verfügbar aber weitgehend nicht ausreichend für ein vertieft intensives Studium.

In der Pariser Universität bezog ich jedoch alle Bücher zu den o .g. Disziplinen vom Puf (Presse Universitaire de France), die 2006 offensichtlich in der Eile angeblich nach dem neuesten Stand der Forschung von Professoren verschiedener Universitäten und Forschungszentren unter der Leitung und Koordinierung von Serban Ionescu und Alain Blanchet neu verfaßt und deshalb mit Verzögerung nicht ohne Fehler bei Studenten geliefert wurden.

Für Anfänger empfiehlt sich, für den französischen Sprachraum alle Bücher im Fach Psychologie aus dem Verlag Hachette zu beziehen, deren Lehrstoffe erstmals mit klaren Abschnitten verständlicher sind. Zur Ergänzung und Vertiefung eignen sich auch die beiden Bänder im Taschenformat „Cours de Psychologie – 1. les bases / 2. les méthodes“ unter der Leitung von Rodolphe Ghiglione und Jean-François Richard vom Verlag Dunod (2007).

Am Rand, mit Lehren und Übungen, ist das Buch „Psychologie Cognitive“ von Alain Lieury im Dunod Verlag (2004) besonders empfehlenswert.

Weitere Literaturen aus Buchhandlungen und Bibliotheken können nachgeschlagen werden. Ältere Herausgaben (z. B. v. Jean Piaget, Henri Wallon, Lew Vygotski u.a.m.) in Originalsprachen sind zwar noch von Bedeutung aber leider mit der Zeit schwer erhältlich.

Selbstverständlich sind Recherchen nach weiteren Literaturen und Quellen im Internet ergänzend unabdingbar. Aufgrund des geringen Arbeitsaufwands im Arbeitsgedächtnis sind Notizen währenddessen eben geboten.

Last but not least sind Fachbücher teuer. Es empfiehlt sich, sie gebraucht bei Ebay zu ergattern.

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